Erstens: Antragsaufwand. „Digital Jetzt“ verlangt einen Digitalisierungsplan, drei vergleichbare Angebote, einen Steuerberater-Stempel, Verwendungsnachweise, Verwendungsbericht. Wer das nebenbei macht, braucht 15–25 Stunden. Bei einem Stundensatz von 80 € reden wir über 1.200–2.000 € an versteckten Antragskosten — bei einer Förderung, die im Idealfall ein paar tausend Euro auszahlt.
Zweitens: Anforderungen an die Software. Förderfähig ist nicht alles, was Sinn ergibt. Die Software muss bestimmte Kriterien erfüllen — oft groß angelegte ERP-ähnliche Systeme, nicht die fünf einfachen Tools, die im Alltag den größten Effekt haben.
Drittens: Auszahlung im Nachhinein. Du zahlst erst, kannst dann beantragen, bekommst dann (vielleicht) Geld zurück. Wer keinen Vorfinanzierungs-Puffer hat, kommt nicht ran.
Heißt nicht: vergiss es. Aber: wer nicht eh schon einen Berater oder Operating Partner hat, der die Anträge übernimmt, wird selten profitieren. Das ist keine Polemik, das ist Bürokratie-Realität.