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Stundenverrechnungssatz berechnen.

Viele Betriebe kalkulieren ihren Stundensatz nach Gefühl oder schielen auf den Nachbarn. Das ist teuer: Wer seine eigenen Kosten nicht kennt, merkt oft erst beim Jahresabschluss, dass kaum etwas hängen bleibt. Mit dem Rechner hast du deinen kostendeckenden Satz in zwei Minuten, und verstehst danach, wie er zustande kommt.

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  • In 2 Minuten

Aktualisiert: Mai 2026

So rechnest du ihn aus: Du teilst deine Jahreskosten in zwei Töpfe: Personalkosten (Löhne plus Lohnnebenkosten) und Gemeinkosten (Miete, Fahrzeuge, Versicherungen, Werkzeug, Werbung). Beide zusammen teilst du durch die produktiven Stunden pro Jahr, das ergibt deinen Selbstkostensatz. Darauf kommt dein Gewinnzuschlag, zum Schluss die Umsatzsteuer.

Stundenverrechnungssatz-Rechner
Rechnet sofort · kostenlos · ohne Anmeldung
Deine Betriebszahlen
Einheit Personen

Alle, die abrechenbar arbeiten — inklusive mitarbeitendem Inhaber.

Einheit Euro

Der reine Lohn, noch ohne Arbeitgeberanteile.

Einheit Prozent

Sozialabgaben, Berufsgenossenschaft, Urlaubs- und Weihnachtsgeld — meist 20–25 %.

Einheit Stunden

Wirklich abrechenbar pro Jahr — nach Urlaub, Krankheit, Fahrten meist 1.200–1.400.

Einheit Euro

Miete, Fahrzeuge, Versicherungen, Werkzeug, Software, Steuerberater, Werbung — und dein Unternehmerlohn.

Einheit Prozent

Puffer für Rücklagen, Investitionen und magere Monate — üblich 10–15 %.

Dein kostendeckender Satz

Dein Netto-Stundenverrechnungssatz: 61,38 Euro pro Stunde, brutto 73,04 Euro pro Stunde.

Netto-Stundenverrechnungssatz — so viel muss eine produktive Stunde mindestens einbringen.

491 € Tagessatz bei 8 Std.

Brutto (mit 19 % USt.)
73,04 €
Selbstkosten je Stunde
54,80 €
Personalkosten / Jahr
153.720 €
+ Gemeinkosten / Jahr
60.000 €
÷ produktive Stunden
3.900 h
× Gewinnzuschlag 12 %
61,38 €

Wird nur in deinem Browser gerechnet. Keine Speicherung, keine Weitergabe deiner Zahlen.

Das Wichtigste auf einen Blick
  • Dein Stundenverrechnungssatz muss alle Kosten decken: Löhne plus Lohnnebenkosten, Gemeinkosten und einen Gewinn obendrauf.
  • Die Formel: (Personalkosten + Gemeinkosten) ÷ produktive Stunden × (1 + Gewinnzuschlag).
  • Häufigster Fehler: mit dem Bruttolohn statt den echten Personalkosten rechnen, und mit zu vielen produktiven Stunden.
  • Faustwert: von 2.080 Jahresstunden bleiben oft nur rund 1.300 wirklich abrechenbare übrig.
  • Prüf deinen Satz mindestens einmal im Jahr, bei Lohn- oder Materialsprüngen sofort.

So berechnest du deinen Stundensatz:
Schritt für Schritt.

Die kürzeste Antwort: alle Kosten zusammentragen, durch die wirklich abrechenbaren Stunden teilen, Gewinn drauf. Hier ist jeder Schritt einzeln.

01

Echte Personalkosten ansetzen, nicht nur den Lohn

Auf den Bruttolohn kommen die Arbeitgeberanteile: Sozialversicherung, Berufsgenossenschaft, Umlagen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Rechne mit rund 20–25 % Aufschlag. Aus 20 € Brutto werden so schnell 24–27 € echte Kosten pro Stunde.

02

Produktive Stunden ehrlich rechnen

Ein Mitarbeiter hat etwa 2.080 Stunden im Jahr, abrechenbar ist davon nur ein Teil. Zieh Urlaub, Feiertage, Krankheit und Weiterbildung ab, dann noch unproduktive Zeit für Fahrten, Materialholen und Aufräumen. Übrig bleiben meist 1.200 bis 1.400 Stunden. Wer mit 2.080 rechnet, kalkuliert sich um ein Drittel zu billig.

03

Gemeinkosten zusammentragen

Alles, was der Betrieb kostet, egal ob ein Auftrag läuft: Miete, Fahrzeuge, Versicherungen, Werkzeug, Software, Steuerberater, Werbung, und den Unternehmerlohn, wenn du selbst mitarbeitest. Ohne den ist dein „Gewinn“ in Wahrheit dein unbezahltes Gehalt.

04

Gewinn aufschlagen

Nach allen Kosten muss ein Puffer bleiben, für Investitionen, Rücklagen und schlechte Zeiten. Üblich sind 10–15 % auf die Selbstkosten. Erst dann ist dein Stundenverrechnungssatz wirklich kostendeckend.

Die Formel

Stundenverrechnungssatz (netto) = (Personalkosten + Gemeinkosten) ÷ produktive Stunden × (1 + Gewinnzuschlag)

Der Satz ist netto. Die Umsatzsteuer kommt beim Kunden oben drauf, außer bei der Kleinunternehmer-Regelung. Genau diese Rechnung steckt im Rechner oben.

Beispiel:
ein kleiner Malerbetrieb.

Drei produktive Leute: zwei Gesellen und der mitarbeitende Inhaber. So läuft die Rechnung von den Bruttolöhnen bis zum Satz, den der Betrieb dem Kunden stellt.

Beispielrechnung Stundenverrechnungssatz für einen Malerbetrieb mit drei produktiven Personen
Bruttolöhne (3 × 42.000 €)126.000 €
+ Lohnnebenkosten (22 %)27.720 €
= Personalkosten153.720 €
+ Gemeinkosten (Miete, Fahrzeuge, Versicherungen, Werkzeug, Software, Steuerberater, Werbung)60.000 €
= Gesamtkosten213.720 €
÷ produktive Stunden (3 × 1.300)3.900 h
= Selbstkosten je Stunde54,80 €
+ Gewinnzuschlag (12 %)61,38 € netto/h
+ 19 % Umsatzsteuer73,04 € brutto/h

Heißt im Klartext: Unter rund 61 € netto arbeitet dieser Betrieb unter Wert. Jede Stunde darunter zahlt er drauf.

Stundensätze nach Gewerk:
grobe Orientierung 2026.

Damit du eine Hausnummer hast, bevor du selbst rechnest. Das sind grobe Netto-Spannen, keine Marktstudie, sondern Erfahrungswerte aus Gesprächen mit Betrieben.

Grobe Orientierung: Netto-Stundenverrechnungssätze im Handwerk nach Gewerk, Stand 2026
GewerkStundensatz netto
Maler & Lackierer45–65 €
Heizung & Sanitär (SHK)55–80 €
Elektro55–85 €
Maurer & Hochbau50–70 €
Fliesenleger45–70 €
Tischler & Schreiner55–80 €

Verlass dich nicht auf den Schnitt: Zwei Betriebe im selben Gewerk können je nach Löhnen, Auslastung und Fixkosten 20 € auseinander liegen. Was für dich kostendeckend ist, sagt dir nur deine eigene Rechnung: am schnellsten mit dem Rechner oben.

Die häufigsten Fehler
bei der Kalkulation.

Fast jede zu niedrige Kalkulation hat dieselben Ursachen. Wenn dein Satz sich zu klein anfühlt, ist meistens einer dieser Punkte schuld.

1

Mit dem Bruttolohn rechnen statt mit den echten Personalkosten: Die Lohnnebenkosten fehlen.

2

Zu viele produktive Stunden ansetzen (2.080 statt rund 1.300).

3

Keinen Unternehmerlohn einrechnen, obwohl der Chef mitarbeitet.

4

Fahrt- und Rüstzeiten nicht einpreisen.

5

Sich am Nachbarn orientieren statt an den eigenen Kosten.

6

Keinen Gewinn aufschlagen: Dann bleibt nichts für Rücklagen.

7

Den Satz jahrelang nicht anpassen, obwohl Löhne und Material teurer werden.

Die teuersten zwei stecken fast immer zusammen: mit dem Bruttolohn statt den echten Personalkosten rechnen und gleichzeitig zu viele produktive Stunden ansetzen. Beides zieht den Satz nach unten, zusammen schnell um 30 %.

Häufige Fragen zum
Stundenverrechnungssatz.

Die Fragen, die beim Kalkulieren immer wieder aufkommen, kurz und konkret beantwortet.

Wie berechne ich den Stundenverrechnungssatz im Handwerk?

Der Stundenverrechnungssatz ergibt sich aus deinen Kosten geteilt durch die produktiven Stunden, plus Gewinn: (Personalkosten + Gemeinkosten) ÷ produktive Stunden × (1 + Gewinnzuschlag). Die Personalkosten sind der Bruttolohn plus rund 20–25 % Lohnnebenkosten. Von den 2.080 Jahresstunden sind meist nur 1.200 bis 1.400 abrechenbar. Das Ergebnis ist netto.

Was ist der Unterschied zwischen Stundenlohn und Stundenverrechnungssatz?

Der Stundenlohn ist das, was du dem Mitarbeiter zahlst. Der Stundenverrechnungssatz ist das, was du dem Kunden in Rechnung stellst, und der muss neben dem Lohn auch Lohnnebenkosten, Gemeinkosten und einen Gewinn decken. Deshalb liegt der Verrechnungssatz immer deutlich über dem reinen Stundenlohn, oft beim Zwei- bis Dreifachen.

Ist der Stundenverrechnungssatz netto oder brutto?

Netto. Die Umsatzsteuer berechnest du dem Kunden zusätzlich, außer du nutzt die Kleinunternehmer-Regelung. Aus 61,38 € netto werden mit 19 % Umsatzsteuer zum Beispiel 73,04 € brutto.

Wie viele produktive Stunden hat ein Handwerker im Jahr?

Auf dem Papier rund 2.080 Stunden (40 Stunden × 52 Wochen). Abrechenbar bleibt davon viel weniger: Nach Urlaub, Feiertagen, Krankheit, Weiterbildung sowie Fahrt-, Rüst- und Aufräumzeit landen die meisten Betriebe bei 1.200 bis 1.400 produktiven Stunden je Person und Jahr.

Sind Materialkosten im Stundenverrechnungssatz enthalten?

Nein. Der Stundenverrechnungssatz deckt deine Arbeitskosten: Löhne, Gemeinkosten und Gewinn. Material rechnest du zusätzlich ab, üblich mit einem eigenen Aufschlag von 10–20 % auf den Einkaufspreis. Halte Verrechnungssatz und Material sauber getrennt, sonst verschenkst du beim Material bares Geld.

Welchen Gewinnzuschlag sollte ich einrechnen?

Üblich sind 10–15 % auf die Selbstkosten. Weniger lohnt selten, weil dann nichts für Rücklagen, Investitionen und magere Monate bleibt. Der Zuschlag ist dein echter Gewinn, nicht der Unternehmerlohn, den du schon in die Gemeinkosten gerechnet hast.

Wie oft sollte ich meinen Stundensatz anpassen?

Mindestens einmal im Jahr, am besten zum Jahreswechsel. Bei Lohnerhöhungen oder steigenden Material- und Energiekosten sofort, sonst rechnest du monatelang unter deinen echten Kosten.

Gilt die Stundensatz-Kalkulation auch für Kleinunternehmer?

Ja. Auch ohne Umsatzsteuer-Ausweis brauchst du eine saubere Netto-Kalkulation. Wer als Kleinunternehmer nur auf den Lohn schaut und Gemeinkosten und Gewinn vergisst, zahlt am Ende drauf.

Was ist ein realistischer Stundenverrechnungssatz im Handwerk?

Je nach Gewerk und Region liegen die Sätze grob zwischen 55 und 100 € netto. Entscheidend ist aber nicht der Durchschnitt, sondern deine eigene Kalkulation: Zwei Betriebe in derselben Straße können je nach Löhnen, Auslastung und Fixkosten 20 € auseinanderliegen.

Der Satz stimmt.
Die Zeit fürs Rechnen fehlt trotzdem.

Kalkulieren, Angebote schreiben, Rechnungen hinterhertelefonieren: genau da setzen wir an. Wir übernehmen das Büro für deinen Betrieb, vom Angebot bis zur Rechnung. Du bleibst zu 100 % Eigentümer, wir arbeiten gegen Umsatzbeteiligung.

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